Kritik zum Cochemer Modell  vs. Aktuelle Situation

 

 

 

Auf unterschiedlichen Seiten findet man Kritik zum Cochemer Modell. Hauptsächlich im Zeitraum von 2005- 2009.

 

Auch obwohl einige Punkte „nachhaltig“ mit ins Familien Verfahren aufgenommen wurden, so werden diese selten bis kaum umgesetzt. Schauen wir uns das einmal einzeln an:

  1. Nachdem der Antrag auf Umgang oder Sorge eingegangen ist, soll das Gericht innerhalb von 14 Tagen einen Verhandlungstermin ansetzen.

 

Die Gerichte sind bei all den Anträgen, welche Tagein Tagaus einflattern doch konplett überladen. Und oft ist es doch der Fall, wenn man einen Termin bekommen hat, das keiner weiß um was es eigentlich geht. Somit auch oft Fehlentscheidungen getroffen werden.

 

  1. Sachverständige werden zur Unterstützung herangezogen, die eine Konfliktlösung herbeiführen sollen.

 

Wie oft werden Sachverständige tatsächlich hinzugezogen? Selbst auf Antrag wird es meistens abgelehnt.

 

  1. Mitarbeiter von Jugendamt und Sozialem Dienst betreuen und begleiten Kinder und Eltern vor, während und ggf. auch noch nach dem Verfahren.

 

Mitarbeiten vom Jugend- und Sozialen Dienst haben keine Kapazitäten um sich tatsächlich auf die Befindlichkeiten, Situationen und Emotionen des Kindes einzulassen, geschweige denn die Eltern für eine Eltern-Kind Lösung zu mobilisieren. Das Kind wird hier zumeist außer acht gelassen.

 

  1. Erfolgt keine Einigung im Verhandlungstermin, wird den Eltern die Teilnahme an einem Beratungsgespräch angeordnet. Hiernach erfolgt die erneute Terminvergabe innerhalb von 14 Tagen.

 

Auf welcher Grundlage soll das nützlich sein? Wie oft werden Termine einfach abgesagt und Sanktionen erfolgen dennoch nicht.

 

 

 

 

Obwohl einiges ins Standart- Repertoire übernommen wurde, ändert es nicht viel.

 

Und auch gesetzlich finden sich Bestandteile im neuen FamFG, wie z. B.:

 

 

  • § 36a FamFG, der auf die Mediation oder andere Wege zur außergerichtlichen Konfliktbeilegung abzielt

Wie oft kommt dies tatsächlich vor?

 

  • § 155 FamFG, nach dem das Vorrang- und Beschleunigungsgebot hinsichtlich Kindschaftssachen gegeben ist

Ist nicht von großer Relevanz, wenn das Jugendamt welches laut Absatz 2 angehört wird, sich nicht intensiv mit der Thematik auseinander setzen konnte und kann. Zudem ist der Begriff „KWG“ sehr wischiWaschi gehalten.

 

  • § 156 FamFG, das als besondere Zielsetzung in Kindschaftssachen einvernehmliche Regelungen und Einigungen anerkennt

Einvernehmliche Regelungen können nur dann getroffen werden, wenn die Eltern dazu auch bereit sind an das Kind zu denken. Was in 90% nicht der Fall ist. Zumal das Wort „Kindschaft-sache“ schon ungünstig formuliert wurde.

 

 

 

Aber auch hier gibt es einige, die weiterhin versuchen mit zu gestalten und sich einzubringen und auch die Kritiken anzusprechen.

 

 

Michael Pfennig

 

 

Arbeitskreis- Mediation- Konstanz

 

 

Paritätisches- Bildungswerk- Bundesverband

 

 

Trennungsväter

 

 

WikiMANNia

 

 

Auch der Schwarzwälder-Bote berichtete 2015 darüber

 

 

 

 

Es gilt also, hier weiterhin auszubauen, zu untermauern, zu verändern, tätig zu werden.

Miteinander zu verbinden.

 

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