Gedankengang zu WM und "Trennungskrieg"

 

Heute möchte ich nach einiger Zeit einen neuen Blog Eintrag verfassen. Dies betrifft die Thematik der Trennung von Elternteilen, daraus resultierend die Emotionen der Kinder wenn sie von A nach B gerissen werden, die Handlungen einiger Elternteile und auch das Thema von der Doppelresidenz.

 



 

In den letzten Wochen hat man relativ wenig von mir gelesen. Das lag u.a natürlich daran, dass auch ich selbst noch ein Leben habe, jedoch auch an der Kommunikation mit getrennten Elternteilen egal ob Väter oder Mütter. Und hier möchte ich einige Punkte aufgreifen. Im ersten Part stelle ich mir die Frage, wieso zwischen Väter und Müttern immer noch so ein großer "Hass" besteht. Sicherlich muss man hier weiter ausholen wenn wir uns einmal das gesamte System anschauen verwundert es nicht unbedingt dass Männlein und Weiblein Kriege führen. Es ist auch allgemein bekannt das viel mehr Väter von ihren Kindern entzogen werden als Mütter. Dies heisst jedoch nicht, dass es keine Mütter gibt, denen es so ergeht wie vielen Vätern. Hier finde ich Sätze wie "Scheinst dann selbst Schuld zu sein" - bis hin wie "Dann sucht euch doch eine eigene Gruppe" extrem unangebracht. Wieso?  Nun zum ersten sollte dem ein oder anderen bekannt sein, dass "selbst Schuld" absoluter Blödsinn ist und einen nicht weiter bringt. Des weiteren haben solche Mütter eben keinen Raum. Bei den Mütterlobbys passen Sie nicht unbedingt rein, außer Sie sind extrem auf Gegenangriff des Kindsvaters aus und bei den Väterlobbys passen sie auch nicht rein, da sie bei einigen immer noch "nichts zu suchen haben". So das denken einiger ganz gleich auf welcher Seite. Absoluter Schwachsinn möchte ich sagen. Denn die Emotionen sind für ALLE gleich. Der Schmerz über den Verlust des Kindes.

 



 

Des weiteren stelle ich mir folgende Fragen im Bezug auf "nach Trennung". Sicherlich, es wird immer einen geben der Verletzt ist aufgrund dessen dass er verlassen wurde. Aus welchen Grund jedoch, muss man dem anderen Elternteil dann das nehmen, was einmal aus einer liebevollen Beziehung entstand? -Das gemeinsame Kind- Faktum ist doch immer noch, ohne Mann keinen Samen und die Frau zu schwängern. Ohne Frau keine Eizelle, wo das kleine heranwachsen kann. Das eine funktioniert also -noch ist es zumindest nicht Alltag einer künstlichen Befruchtung nicht ohne das andere. (Im übrigen um künstlich befruchtet zu werden, bedarf es auch immer einen Samen. Da diese nicht auf den Bäumen wachsen, braucht man hierzu nun den Mann) Natürlich hat das daraus resultierend entstehende neue Leben die DNA von Vater und Mutter. Was hier jedoch ganz oft vergessen wird, ist dass dieses neue Leben auch "jemand selbst" ist bzw. wird. Heißt also es entwickelt seine eigene Persönlichkeit. Es ist KEIN Besitz, ganz gleich für welchen Elternteil.

 



 

Wir als Elternteil dürfen unsere gemeinsamen Kinder ein Stück des Weges begleiten. Wir habe eine Aufgabe, bringen Ihnen bei wie man läuft, was es für Emotionen gibt, dass man durch Mimik & Gestik ebenso herausfinden kann wie das Empfinden ist, wie durch unsere Sprache. Dass man bei manchen Dingen vorsichtig sein muss (Autos, vom Sofa Kullern, Treppen etc.). Wenn Sie größer werden unterstützen wir bei den Wertvorstellungen welche man ihnen mit auf den Weg gibt (man darf nicht lügen, andere Menschen verletzen, schlagen etc.) man hilft ihnen in der Schule und dann in der Ausbildung. Zeigt Ihnen wie man wäscht, kocht, aufräumt und noch so vieles mehr. Um dann zu hoffen, wenn sie erwachsen sind, dass sie ihren Weg selbst gehen können, leben und lieben und einem vielleicht irgendwann mal Enkelkinder schenkt. Wir beobachten dann als alte Tattergreise wie gut sie "gewachsen" sind.

 



 

Wieso also muss ein Elternteil der Meinung sein, nach einer Trennung vor allem, dass dieses Kind der "Besitz" ist? Wie kann es sein, dass man hiermit genau das riskiert niemals zu erleben wie oben beschrieben? Geben wir unseren Kindern keine Flügel (und wenn sie kleiner sind Flügelchen) werden sie niemals lernen damit zu fliegen. Kinder sind weder Besitz, noch Partnerersatz und auch kein Kuscheltier oder Haustier. Im Umkehrschluss bedeutet es :

 



 

Kinder brauchen IMMER einen Vater und eine Mutter. Die Mutter wird niemals den Vater ersetzen und der Vater wird auch niemals die Mutter ersetzen. 

 



 

Und sollte der Ex- Partner krank sein oder gewisse psychische Störungen aufzeigen und somit die Kinder als "Machtinstrument" benutzen obliegt es immer bei einem selbst, wie man damit agieren möchte. Hier sollte man sich bewusst sein, dass dieser Mensch sich niemals ändern wird, sofern er es nicht selbst möchte. Daran kann man selbst auch nichts rütteln. All unsere Wut oder Hilflosigkeit bringt uns und den Kindern hier nicht weiter. Dann nehmt eure Power, klärt besser auf, sucht euch Unterstützung, zieht eure Konsequenzen (anstatt nach dem eigenen Ego zu handeln und 500 mal vor Gericht zu ziehen) wenn es nicht mehr anders geht. Aber zerstört nicht noch "unterbewusst" mit eure Kinder. Ggf. versucht es einige Zeit später wieder mit dem anderen Elternteil auf sachlicher ebene zu kommunizieren, sofern ihr auch die Kraft habt, dass durch zu ziehen denn es bedeutet viele Einbußen und Einschränkungen. Solange sich in unserer Familienpolitik in dieser Hinsicht nicht mehr ändert, kann man leider nur mit dem arbeiten was man zur Verfügung hat.

 



 

Kein Mensch hat das Recht Kinderseelen zu zerstören. Ganz gleich ob es bewusst oder auch unterbewusst durch gezogen wird. Und egal was zwischen euch als "Paar" war, davon müsst ihr weg kommen. Entweder könnt ihr es irgendwann klären und aus der Welt schaffen oder aber "abhaken". Die "Elternebene" ist erstrebenswert. Und hier kommen wir auch zum Thema Doppelresidenz.

 



 

Bei den Elternteilen, welche nach einer Trennung sich auf der Elternebene begegnen und dieses Modell für sich und Ihre Kinder entschieden haben klappt es. Hier darf man nicht vergessen, dass nicht immer nur 50:50 als DRM besteht bzw. zählt. Mal angenommen der Kindsvater ist Montagearbeiter, so kann er selbstverständlich nicht im wöchentlichen Wechsel z.B (um auf 50:50 zu kommen) dieses Modell ausüben. Hier kann er aber zB. wenn gewünscht und er danach Frei hat, das Kind bei sich haben, oder eben auch mal unter der Woche ein paar Tage. Je nach Situation und Möglichkeit.

 



 

"Hochstrittige" Eltern (so nennt man es ja gerne) legen das Hauptaugenmerk jedoch immer nur auf sich und Ihre Emotionen. Und weil der Partner Ihnen vielleicht weh getan hat (in dem er gegangen ist) , muss man das Kind vor diesem Menschen schützen. Welch absoluter Irrglauben und obendrein totaler Blödsinn. Wenn man keine Gründe hat sucht man sich welche, im besten Falle auf sich selbst gemünzt. Selbstverständlich, sollte eine Form der Gewalt innerhalb dieser Beziehung stattgefunden, ist das natürlich eine andere Thematik, was jedoch auch gar nicht zur Debatte steht. Ein Recht darauf das Kind zu sehen haben die meisten dennoch. Allein schon einmal durch unsere bestehende Gesetzeslage.

 



 

Auch wird es recht schwer wenn man weiter weg wohnt mit einem DRM. Auch hier keine Frage und dennoch kann man Lösungen finden. Im Idealfall gemeinsam und ohne Gerichte.

 



 

Und genau hier kommen wir zu dem eigentlichen Punkt. Die Menschen verlieren ihre Menschlichkeit. Sie verlieren den Bezug der Kommunikation. Sie sind oft nur noch gedrillt auf "ihr Gefühl, Ihr Ego und Ihr denken". Kann man oftmals auch schon innerhalb einer Beziehung sehen, wenn der eine den anderen ändern möchte weil ihm diese und jede Charaktereigenschaft seines ggü. nicht behagt. So what JEDER von uns hat seine Stärken sowieso seine Schwächen. Ihr hat seine positiven sowie seine negativen Seiten. Kommunikation herrscht bei vielen schon innerhalb der Beziehung nicht mehr. Hier geht es nur noch darum sich darüber aufzuregen wie doof der andere ist oder das er nicht so agiert, wie man selbst es sich wünscht. wieso wird man dann Eltern? Natürlich nicht immer gehören zwei zu einem Streit. Und doch hat eine Medaille immer zwei Seiten und es obliegt immer einem selbst wie er handelt, in welchen Ausmaß und vor allem mit welchem Kommunikationsweg. Bevor man also erwartet, dass ich der Partner ändert oder gar ändern "muss" (was absoluter Blödsinn ist) so sollte man erst mal sich selbst reflektieren und darüber nachdenken wieso man gerade so reagiert. Meist sind es Kleinigkeiten. Und genau das widerspiegeln viele nach einer Trennung oder besser ausgedrückt "Dann erst recht".

 



 

Ebenso laufend darauf rumzureiten -was gerne im www. oder auf FB gemacht wird- JA, das geht aber nicht weil ..... (Sie ist ne dumme Sau, er ist ein Arschloch, er hat mir Gewalt angetan, sie hat mich betrogen) oder das wird nie klappen weil (..Ich wusste doch das er auch so mit anderen umgeht, sie konnte vorher schon nie mit mir reden usw.) alles "Gründesucherei".

 



 

Es gibt immer einen Weg, wie dieser aussehen mag sei mal dahin gestellt. Fakt ist jedoch nach einer Trennung geht jeder Kompromisse ein, sobald Kinder da sind. Es macht überhaupt keinen Sinn nach Gründen zu suchen wieso es nicht geht. Sucht lieber nach Möglichkeiten wie es gehen kann. Jeder beschwert sich über die Jugendämter oder Gerichte mal vom Ex Partner abgesehen und ja es ist eine überdimensional gute Geldquelle. Schlussendlich jedoch ist der Anfang immer bei euch selbst zu suchen. Denn ohne eure Aktionen kein Einbringen von Jugendämter, Verfahrensbeistände, Anwälte oder Gerichte.

 



 

Man kann nach einer Trennung nicht einfach so weitermachen wie zuvor. In erster Linie und oberste Priorität haben unsere Kinder zu haben. Oder hat einer von euch schon einmal -von ganz alleine und ohne Zutun von falsche suggerieren oder manipulieren- erlebt, dass ein Kind sagt " Mein Papa ist ein Arschloch, den will ich nicht mehr sehen" oder "Meine Mama ist eine Rabenmutter, die hat mich sowieso nicht lieb". Nein, schlichtweg weil Kinder nicht so denken. Sie lieben und fühlen. Bringen Kinder so aussagen oder Gestiken rüber, dann zu 99 % aufgrund dessen was man ihnen suggeriert bzw. nahelegt/ beibringt.

 



 

Denkt mal darüber nach. Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Wir sind nur der Part der ihnen den Weg dahin zeigt. Wenn wir weiterhin auf dem Kurs bleiben, den ein jeder von uns geht wird es irgendwann keine Kinder mehr geben. Schlichtweg weil unsere Kinder nachher sagen werden "Das will ich niemals erleben", "Davor habe ich Angst"also lass ich es lieber sein. Wir nehmen ihnen also jegliche Möglichkeit auf "Glück und Zufriedenheit" nach ihrem Ermessen.

 



 

WIR legen die Weichen für unsere Kinder. Ein jeder, ganz gleich in welchen Ausmaß!

 



 

Und auch möchte ich bitten, dass man aufhört Elternteile zu verurteilen, welche immer und immer wieder versuchen den Kontakt zu dem anderen Elternteil für ihre Kind/Kinder herzustellen. Natürlich kann man sie nicht zwingen und auch da wird man irgendwann auf den Trichter kommen "Okay, dann muss der andere ET irgendwann von alleine kommen". Ihr wisst jedoch nicht, wieso der andere ET so reagiert. Vielleicht aufgrund eigen erlebten (und ihr wisst das nicht einmal) oder vor Angst? Oder weil "zu jung" oder oder oder... Diese Elternteile geben den Kindern die Möglichkeit wann immer sie mögen, den anderen ET zu Kontaktieren. Dies ist ein anderer Weg den man den Kinder beibringt, als wenn man sagt "du dein Elternteil ist ein Arsch, der hat kein Interesse an dir. Und wenn er in 5 Jahren kommen sollte hat er dann eben Pech gehabt". DAS könnt ihr gerne denken, aber man muss es dem Kind nicht sagen. Denn den Schuh zieht sich der andere Elternteil nachher von ganz alleine an. Und die Welt ist nun mal kein Ponyhof! Wir können unsere Kinder nicht vor allem schützen. Wir können ihnen aber beibringen richtig und besser damit umzugehen. Und das gelingt nur, wenn wir es auch vorleben!

 



 

Wie man also wieder sehen kann. Möchte man eine Änderung erreichen (und diese kann manchmal viele Jahre dauern) müssen wir bei uns anfangen. Und kein Elternteil, ganz gleich welcher Unterhalt zahlt ist eine Melksau.  WAS hat man denn von einem Elternteil den man finanziell auszieht? Gibt das Genugtuung? Falls dem so sein sollte, so sollten sich diese Menschen schämen ein Kind zu haben. Denn Geld ersetzt niemals eine Emotion! Unterhalt steht dem Kind laut Gesetz zu, keine Frage. Genauso steht dem Kind aber auch und vor allem BEIDE Elternteile zu.

 



 

Ein Krieg oder auch ein Spiel kann nur geführt werden, wenn es mindest- zwei Spieler gibt. Denkt daran wenn ihr das nächste mal euer Kind dem anderen Elternteil vorenthalten wollt. Ohne die Emotion wäre euer Kind niemals entstanden. Vergesst das nicht bei all der "Kriegsführung". Es hat ein Recht darauf diese Emotionen "Zuneigung, Liebe, Wärme" ebenso erleben zu dürfen wie ihr es einst erlebt habt oder wieder erlebt. Oder kuschelt ihr mit euch selbst? Tauscht ihr Zärtlichkeiten mit euch selbst aus? Führt ihr Selbstgespräche? Nein, wieso verwehrt ihr das dann eurem Kind?

 



 

Und an alle die denken, so agieren nur Mütter. Nein, definitiv nicht. Es gibt auch Väter die so agieren. Ebenso wie es häusliche Gewalt bei Männer gibt und nicht nur bei Frauen ;) Legt das Hauptaugenmerk auf das was wichtig ist! Und nicht auf euch oder auf euer Geschlecht.

 

 

 

 

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